Showing posts with label Naturschutzgebiet. Show all posts
Showing posts with label Naturschutzgebiet. Show all posts

Wednesday, January 31, 2001

Naturspaziergang 34: Naturschutzgebiet Falkenburg-Tiergarten

Charakter: Romantische Talsenke zwischen der Falkenburg und den steilen Hängen der Tiergarten-Halde; reizvolle Teiche in parkähnlicher Landschaft; ebener Forstweg als Rundtour

Ort: Wilgartswiesen

Start: Falkenburghalle/Sportplatz (am westlichen Ortsende beschilderte Abzweigung von der Durchgangsstraße)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Hauenstein


Unweit der wichtigsten Ost-West-Verkehrsachse des Pfälzerwaldes, der vielbefahrenen Bundesstraße 10, befindet sich beim vom Durchgangsverkehr befreiten Dörfchen Wilgartswiesen ein überraschend stiller Winkel, das Naturschutzgebiet Falkenburg-Tiergarten. Der gut halbstündige Spaziergang durch diese Oase der Stille ist bestens dazu geeignet, auch den ungeduldigsten Autodrängler zu einem sanften Verkehrslamm zu machen.

Wir empfehlen, auf der rechten Talseite in den Talschluß hinauf zu laufen, wo man in unmittelbarer Nähe einiger botanisch sehr ergiebiger Teiche auf die andere Talseite wechseln kann. Eine hier am Rande des Naturschutzgebiets verlaufende Strom-Überlandleitung vermag den Naturgenuss nur unwesentlich zu schmälern. Der Rückweg verläuft dann unterhalb der aus dem Tal nur zu erahnenden Falkenburg.

Tipp: Ein Besuch der unmittelbar neben dem Naturschutzgebiet gelegenen Deichenwand und der Falkenburg macht aus dieser Naturschlenderei eine runde Halbtagesbeschäftigung.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 30 Aus dem Wellbachtal zum Luitpoldturm (von der Deichenwand weiter bergauf und am Schutzhüttchen P. 382 vorbei hinunter zum Anschluss im Freischbachtal)

Rundwanderung 43 Auf Umwegen zum Annweiler Forsthaus (von der Deichenwand ostwärts nach Wilgartswiesen zum Startpunkt)

Stippvisite Burg 14 Falkenburg (gleicher Startpunkt)

Stippvisite Felsen 45 Deichenwand (gleicher Startpunkt)

Tuesday, January 23, 2001

Naturspaziergang 23: Naturschutzgebiet Moosbachtal

Charakter: Weite Tallandschaft mit vielen Feuchtbiotopen und einem märchenhaften Seerosenweiher; zu Beginn asphaltierter, dann geschotterter Weg

Ort: Dahn

Start: Am Ende des Moosbachtal-Sträßchens (von der Straße zwischen Hinterweidenthal und Dahn beschildert zum Neudahner Weiher und 3 km talaufwärts bis zum Verbotsschild)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Dahn


Rund um die Dahner Hütte des Pfälzerwaldvereins gibt es eine solche Fülle an Möglichkeiten für größere und kleinere Wanderungen, dass man damit mehr als einen Urlaub ausfüllen kann. Wir beginnen unseren Spaziergang durch das hintere Moosbachtal unweit dieses beliebten Wandererstützpunktes. Fast 3 km sind es bis zum Talschluss, vorher bietet sich als Umkehrpunkt der Kranzwoog an, ein über und über mit Seerosen besetzter verträumter Weiher.

Der Spaziergang lässt sich als Rundweg anlegen, indem man auf der rechten Talseite zunächst einem asphaltierten Forststräßchen folgt, nach einer guten Viertelstunde einen halblinks abzweigenden Schotterweg zum Kranzwoog nimmt und dort auf die andere Talseite wechselt, wo ein ebenfalls geschotterter Forstweg wieder talabwärts führt. Wem nach mehr ist, geht am Kranzwoog vorbei bis in den engen Talschluss mit der Moosbachquelle.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 4 Storrbachtal, Hohle Felsen und Eyberg (Anschluss am Wanderparkplatz)
Rundwanderung 5 Von Burg Neudahn zu den Hohlen Felsen (Anschluss am Wanderparkplatz)
Rundweg 4 Aus dem Schneiderwoog zur Burgruine Neudahn (gleicher Ausgangspunkt)
Naturspaziergang 6 Im Schneiderfeld (Start am Wanderparkplatz Moosbachtal etwa 1 km vom Ausgangspunkt talabwärts an der Einfahrt zur Dahner Hüttel)

Sunday, January 14, 2001

Naturspaziergang 14: Naturschutzgebiet Brauntal

Charakter: Stiller Talkessel mit romantischem Weiher; asphaltiertes Sträßchen und geschotterter Forstweg

Ort: Rumbach

Start: Parkplätzchen am Eingang zum Naturschutzgebiet Brauntal (1 km südlich von Rumbach)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Dahn


Das Naturschutzgebiet Brauntal liegt in einem von hohen Bergen umgebenen Talkessel nördlich der Wegelnburg. Am Beginn des Weges weist eine Infotafel auf ein skurriles Detail der örtlichen Geschichte hin: Von 1921-1930 verkehrte hier eine Kleinbahn, die zunächst laut Versailler Vertrag von den Franzosen militärisch genutzt wurde, dann jedoch auch dem öffentlichen Personen- und Güterverkehr offen stand. Die damalige Vorschrift „Blumenpflücken während der Fahrt verboten“ lässt das Tempo des Bähnchens erahnen.

Auf einem Asphaltsträßchen, das auch für den sehr lohnenden Fahrradweg Bundenthal-Fischbach genutzt wird, geht es bis zu einer Stelle, an der der Bahndamm das Tal querte. Hier schließt ein Forstweg an, der am stillen Brauntalweiher vorbei bis in den dunklen Talschluss führt. Der Weiher selbst leidet in den letzten Jahren unter starken Schwankungen des Wasserstandes - lassen wir uns überraschen!


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 22 Von Rumbach zur Wegelnburg (Anschluss im Naturschutzgebiet Brauntal)
Stippvisite Felsen 24 Birkelfels (Start in Ortsmitte)

Saturday, January 13, 2001

Naturspaziergang 13: Naturschutzgebiet Rösselsweiher-Rohrweiher

Charakter: Weitläufige Tallandschaft mit Feuchtbiotopen, wunderschönem Mischwald und einem verwunschenen Weiher; Schotterwege, Asphalt, Waldwege

Ort: Ludwigswinkel

Start: Dorfweiher Ludwigswinkel (durch das Dorf hindurchfahren und bei erster Gelegenheit wenige Meter nach links abbiegen)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Pirmasens


Die Gegend um Ludwigswinkel und Fischbach an der Grenze zum Elsass ist eine jener Ecken, in denen im positiven Sinne die Uhren anders gehen - wahre Erholungslandschaft also. Das Naturschutzgebiet Rösselsweiher-Rohrweiher, eine Einrichtung des Biosphärenreservats Pfälzerwald nahe an der Grenze zu Frankreich, ist wie geschaffen zu jenem absichtslosen Schlendern, das uns besonders gut zur Ruhe kommen lässt.

Zunächst sollte man am stillen Ludwigswinkler Dorfweiher entlang spazieren (in dem nach jahrelangem juristischen Gezerre immer nur 10 Personen gleichzeitig baden dürfen, was sowieso noch nie der Fall war). Dann geht es mit der ersten Abzweigung nach rechts in den Wald und gleich wieder links. Nach wenigen Minuten zweigt links ein wenig ausgeprägter Weg zum Rösselsweiher ab, wo man mit etwas Glück und Vorsicht Fischreiher beobachten kann. Ab hier sollte jeder nach eigenem Gutdünken durch das Naturschutzgebiet schlendern; er wird entdecken, dass es genügend Varianten für wiederholte und dabei immer andersartige Besuche gibt.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 24 Stille Wasser im Maimontland (Anschluss an der Burg)
Stippvisite Burg 35 Lindelskopf (vom Ausgangspunkt durchs Dorf oder über den Barfusspfad in einer Viertelstunde zum Start)

Wednesday, January 10, 2001

Naturspaziergang 10: Naturschutzgebiet Wolfslöcher

Charakter: Zunächst schmales Tal, dann weite Talaue mit Mooren in mehreren Seitenarmen, außerordentlich still, Mischwald; geschotterte Forstwege und sandige Waldwege

Ort: Glashütte

Start: Von Langmühle kommend ca. 1 km hinter Glashütte zweites Seitentälchen rechts, an dem zwei Wege beginnen

Karte: Topographische Karte 1:25000 Pirmasens


Das Naturschutzgebiet Wolfslöcher im Süden von Pirmasens ist auch unter den Einheimischen eine Art Geheimtipp. Allzu leicht fährt man achtlos am Taleingang vorbei, da der Blick vom schönen Salzbachtal zwischen Hinterweidenthal und dem Forsthaus Stephanshof bei Glashütte gefangengenommen ist.

Den größten Gewinn verspricht der Spaziergang, wenn man den linken Talweg nimmt und das Naturschutzgebiet im Uhrzeigersinn abgeht. Die ersten Meter sind unspektakulär: Täler mit wunderschön moosbewachsenen Flanken sind in dieser Region des Pfälzerwaldes die Regel. Dann jedoch öffnet sich das Tal zu einem weiten, moorigen Feuchtgebiet mit drei Seitenarmen (bitte auf keinen Fall die Wege verlassen - erstens sind die Moore lebensgefährlich und zweitens ist das in Naturschutzgebieten sowieso verboten). Man denkt an Kanada und wundert sich, dass kein Elch aus dem Unterholz hervortritt. In weiten Schleifen geht man nun am Waldrand an den fingerartig angelegten Seitentälern entlang - immer das in der Region einzigartige Hochmoor im Blick.

Monday, January 8, 2001

Naturspaziergang 8: Naturschutzgebiet Pfälzerwoog

Charakter: Außergewöhnlich schöne Feuchtgebiete mit einem Bilderbuchweiher in absoluter Ruhe; asphaltierter Wirtschaftsweg und sandige Waldwege

Ort: Fischbach

Start für Variante 1: Saarbacher Hammer (Mühlweiher) zwischen Fischbach und Ludwigswinkel

Start für Variante 2: Südlicher Ortsausgang von Fischbach (den Saarbach überqueren und gleich am ersten rechts abzweigenden Wirtschaftsträßchen parken)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Pirmasens oder Dahn


"In de Hecke" - so wird das Gebiet um Fischbach und Ludwigswinkel in den Nachbardörfern genannt. Falls man damit die geruhsame Abgeschiedenheit dieses im Südwesten des Pfälzerwaldes gelegenen Winkels zum Ausdruck bringen möchte, liegt man genau richtig. In eine besonders stille Ecke dieser eh schon stillen Gegend führt diese Schlenderei.

Variante 1: Wir beginnen am Saarbacher Hammer - so nennen die Südwestpfälzer den auf der Karte als Mühlweiher bezeichneten Badesee zwischen Fischbach und Ludwigswinkel. Am Südostende des Sees bei einem Sägewerk finden wir einen Sandweg, der auf der rechten Seite des hier sehr breiten Saarbachtals am Mühlberg entlang führt. Immer rechtshaltend gehen wir um diesen herum zum Pfälzerwoog, wo wir mit etwas Glück Fischreiher beobachten können.

Variante 2: Man folgt dem Wirtschaftssträßchen - rechterhand liegt das breite Saarbachtal - und wendet sich nach etwa einer Viertelstunde am Waldrand auf einem sandigen Weg nach halblinks.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 24 Stille Wasser im Maimontland
(Anschluss am Pfälzerwoog
Rundwanderung 16 Von Fischbach zum Großen Eyberg (Start in Fischbach)
Stippvisite Andere Ziele 5 Biosphärenhaus (Start in Fischbach)

Monday, January 1, 2001

Naturspaziergang 1: Naturschutzgebiet Gelterswoog

Charakter: Weiträumige Tallandschaft mit Feuchtmooren und Fischweihern, sehr still, schöne moosbesetzte Berghänge; geschotterter Forstweg und sandiger Waldweg

Ort: Hohenecken (Ortsteil von Kaiserslautern)

Start: Campingplatz Gelterswoog (von Hohenecken 2 km Richtung Pirmasens, am Südende des Gelterswooges wenige Meter Richtung Queidersbach, dann rechts ab)

Karte: Topographische Karte 1:25000 Kaiserslautern-Süd


Am Gelterswoog, dem größten Badeweiher im Pfälzerwald, liegt das Naturschutzgebiet mit der etwas akademischen Bezeichnung "Täler und Verlandungszonen am Gelterswoog". Es umfasst drei stille Täler, von denen das Walkmühltal das größte ist. Durch dieses verläuft auch der Jakobsweg, ein durchgängig markierter Weitwanderweg, der den Pfälzerwald durchquert.

Eine Informationstafel klärt uns nach wenigen Minuten über die wechselvolle Geschichte des seit 1997 ausgewiesenen Naturschutzgebietes auf: Im Mittelalter war die Fischzucht ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Raum Kaiserslautern, wovon der Hecht im Stadtwappen der Barbarossastadt (oder sollte man sagen Fritz-Walter-Stadt?) zeugt. Zahlreiche Fischweiher, die sogenannten Wooge, wurden um Kaiserslautern herum angelegt. Als im 18. Jahrhundert andere Wirtschaftzweige in den Vordergrund rückten, ließ man viele Wooge ab und nutzte die Verlandungsgebiete als Viehweiden - so auch im Naturschutzgebiet Gelterswoog. Heute gibt es hier noch einige Weiher, das Landschaftbild wird jedoch geprägt von Zwischenmooren.


Benachbarte Wanderungen:
Rundwanderung 51 Durch das Walkmühltal
(gleicher Ausgangspunkt)
Stippvisite Burg 4
Hohenecken (eine halbe Stunde vom Gelterswoog